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Erschienen am 25.05.2010 in der Gifhorner Rundschau

Kicken zwischen Pfützen und Matsch

Neubokeler Jungs veranstalten erstes Schlammballturnier – Sport und Spaß für alle Fußballfans

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Schlammballturnier: Im Zweifelsfall könnte es mal so aussehen, wenn Mitspieler ausglitschen.   Archivfoto: dpa

NEUBOKEL. Ein Schlammballturnier auf einer gefluteten Pferdekoppel – das hat es in Gifhorn wohl noch nicht gegeben. Die Neubokeler Jungs laden dazu für Samstag, 12. Juni, ein.

Mit Hilfe der Feuerwehr wird der Platz der Familie Genz in der Straße zum Lehmbusch überschwemmt und auf diese Weise in eine Schlamm-Arena verwandelt. Ab 12.30 Uhr kämpfen dann Teams aus Nah und Fern um den Titel "Gifhorner Schlammball-Meister 2010". "Getreu dem Motto runter vom Rasen – rein in den Schlamm", erläuterte Vorstandsmitglied Jan-Henrik Steffenhagen. Mitmachen könne jeder. "Man brauche nur ein Team aus mindestens sechs Mitspielern, die Dreck und vor allem Spaß nicht scheuen."

Das Startgeld pro Mannschaft beträgt 20 Euro, um die Kosten zu decken. Anmeldungen nimmt Jan-Henrik Steffenhagen entgegen, per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Und für alle Interessierten sei noch folgendes erklärt: Schlammball ist ein Ballsport, bei dem zwei Mannschaften auf schlammigem Untergrund gegeneinander antreten. Ziel des Spiels ist es, wie beim normalen Fußball, den Ball häufiger im gegnerischen Tor unterzubringen als die anderen. Gespielt wird etwa auf Kleinfeldgröße. Ein Spiel dauert zehn Minuten. Gespielt wird übrigens barfuß. Und: mit Schlamm zu werfen, ist verboten. "Es gilt fair play", betonen die Organisatoren.

Für Spieler und Zuschauer werden Imbiss und Getränke angeboten.

Erschienen am 20.05.2010 in der Aller-Zeitung

Gaudi: Wer wird Gifhorns Schlammball-Meister?

Das wird eine ganz spritzige Angelegenheit in Neubokel: Die Neubokler Jungs lassen am Samstag, 12. Juni, eine Schlammball-Aktion steigen.

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Schlammball: Die Neubokler Jungs wollen am 12. Juni Gifhorns Meister in dem spritzigen Vergnügen küren. © Aller-Zeitung, Archiv

„Runter vom Rasen, rein in den Schlamm“: Auf der Pferdekoppel der Familie Genz an der Straße zum Lehmbusch wird es unter diesem Motto hoch hergehen, nachdem die Feuerwehr sie geflutet und somit in eine passende Schlammball-Arena verwandelt hat. „Ab 12.30 Uhr kämpfen Teams aus Nah und Fern um den dreckigsten Titel Gifhorns“, kündigt Jan-Henrik Steffenhagen, Vorstandsmitglied der Neubokler Jungs, an.
Mitmachen kann jeder, um „Gifhorner Schlammballmeister 2010“ zu werden. „Man muss nur ein Team aus mindestens sechs Leuten haben, die Dreck und vor allem Spaß nicht scheuen“, wirbt Steffenhagen um Teilnehmer.
Fast wie Fußball, nur ein bisschen schmutziger: Die Spiele laufen barfuß auf Kleinfeldgröße, Abseits gibt es nicht, und die Strafraumgröße beträgt fünf Meter im Augenmaß. Zehn Minuten pro Spiel die es in sich haben – nur mit Schlamm werfen ist verboten. Bei Steffenhagen gibt es unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung. Das Startgeld beträgt 20 Euro.

Erschienen am 26.03.2010 in der Gifhorner Rundschau (Braunschweiger Zeitung), von Barbara Benstem 
Die Jugend holt Gaudi ins Dorf

Hängt unsere Jugend nur am Computer oder auf der Straße herum, macht viel Ärger und wenig Freude? Von wegen! Die 23 Neubokler Jungs erbringen den Gegenbeweis: Sie machen sich für ihr Dorf stark.

Selbst anpacken und andere motivieren – so lautet die Maxime von Jan-Henrik Steffenhagen (22) und den anderen jungen Männern, wenn es darum geht, für das 900-Seelen-Dorf Neubokel bei Gifhorn etwas auf die Beine zu stellen.

Sie sind zwischen 14 und 26 Jahre alt und nennen sich die Neubokler Jungs. Ihr Einsatzspektrum reicht vom Wintermarkt bis zum Helfer-Service für Feiern – immer getreu dem legendären Kennedy-Satz: "Frag’ nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst."

111 Neuester Coup: Sie wollen eine Pferdekoppel unter Wasser setzen und die Bevölkerung zum großen Schlammfußball-Turnier einladen. "Das soll eine Riesengaudi fürs ganze Dorf werden", sagt Jan-Henrik Steffenhagen.

Eine ebenso verrückte Idee hatte die Truppe vor knapp fünf Jahren zusammengeführt: Der Bolzplatz im Dorf war in einem desolaten Zustand und musste gerettet werden. Die findigen jungen Männer verkauften damals im Internet Neubokler Landluft, abgefüllt in Marmeladengläsern. Die Spaßaktion brachte zwar nicht das gewünschte finanzielle Ergebnis, aber sie sorgte überregional für Aufsehen.

"Wir sind einfach begeistert von unserem Ort", sagt Sascha Gurka, der Vorsitzende der Gruppe. "Und mittlerweile sind wir, auch wenn wir kein Verein sind, im ganzen Dorf anerkannt und auch auf dem Maibaum erwähnt."

Weil es immer mehr Mitstreiter gibt, die sich den Neubokler Jungs anschließen wollen, haben sie inzwischen ein Mindestalter gesetzt. Es liegt bei 14 Jahren. "Das Konfirmandenalter ist ein guter Einstieg", so Gurka. "Und wir versuchen, andere anzustacheln, auch Aktionen auf die Beine zu stellen, sich was zu trauen, selbst wenn man nicht weiß, ob es ein Erfolg wird. Man braucht nur mit offenen Augen durch unser Dorf zu gehen, da kommen schon die Ideen."

Für Gleichaltrige haben die Neubokler Jungs im vergangenen Jahr Veranstaltungen wie Boßeln, Kanu- oder Kartfahren organisiert. Doch ihr Augenmerk gilt nicht nur den Jüngeren, sondern allen Altersgruppen. Sie informieren zum Beispiel Senioren per Schaukasten über die Aktionen im Dorf.

"Es haben ja nicht alle Internet. Trotzdem müssen sie wissen, was in unserem Dorf so los ist", sagt Jan-Henrik Steffenhagen. Außerdem kooperieren die Neubokler Jungs eng mit dem Schützenverein und der Feuerwehr im Dorf. Viele von ihnen sind dort Mitglied.

Doch zurück zu ihrem aktuellen Vorhaben, dem Schlammfußball-Turnier auf der Pferdekoppel. "Die Idee dazu entstand auf dem Schützenfest", sagt Steffenhagen. "Jetzt ziehen die Vorbereitungen immer größere Kreise."

In den nächsten Wochen geht es darum, die notwendigen Genehmigungen einzuholen, Sponsoren zu gewinnen, einen Zeitplan zu erstellen und vor allem genügend Teams an den Start zu bringen. Gefragt sind fußballbegeisterte Neubokler aller Altersstufen und beiderlei Geschlechts. 16 Mannschaften sollen im Sommer auf der Pferdekoppel für Kurzweil, Spaß und Geselligkeit sorgen.

 

DAS DREHBUCH:

Verrückte Aktionen für die Gemeinschaft

Die Idee 

Nicht darauf warten, dass andere im Dorf etwas auf die Beine stellen, sondern selbst die Initiative ergreifen und auf Nachahmer hoffen. Dies war der Grundgedanke, der die Neubokler Jungs vor fünf Jahren zusammenbrachte. Aus anfangs 15 Mitgliedern sind mittlerweile 23 geworden. Die Altersspanne liegt zwischen 14 und 26 Jahren.

Die Aktionen 

Neben dem Einsatz bei Veranstaltungen und Festen, die zum Dorfleben gehören, sind es vor allem eigene Ideen, die die Neubokler Jungs umsetzen. Ihr Prinzip: Kein Vorschlag ist zu verrückt. Zu ihren Einfällen gehören die Versteigerung Neubokler Luft und ein schlammig-fröhliches Fußballturnier auf der Pferdekoppel.

Das Ziel 

Sie wollen vor allem Gleichaltrigen zeigen, wie lebens- und liebenswert das Heimatdorf ist. Und sie wollen Mitstreiter finden, die selbst Aktionen für die Gemeinschaft auf die Beine stellen. Darüber hinaus liegt den Neubokler Jungs der Kontakt zu allen anderen Altersgruppen in ihrem Dorf am Herzen.

Informationen und Kontakt 

Im Internet unter:

www.neubokler-jungs.de

 

 


Erschienen am 21.08.2009 in der Gifhorner Rundschau (Braunschweiger Zeitung)

 

Sonderpreis der Gala Gifhorner des Jahres 2008 eingelöst – Neubokler Jungs bei der Stimme von Johnny Cash

"Man fühlt sich wie der Sieger"

Barbecue in der Scheune, eine Sause im amerikanischen Schulbus und ein Exklusivkonzert mit der deutschen Stimme von Johnny Cash. So recht nach dem Herzen der Neubokeler Jungs war das, was sie am Freitagabend bei Doc Wulfes erwartete.
Der Sänger – besser bekannt als die deutsche Stimme von Johnny Cash – wollte den elf jungen Ehrenämtlern einmal auf seine Weise danken. Und das gelang vortrefflich! Aber zunächst der Reihe nach ...

Bei der Wahl der Gifhorner des Jahres 2008 hatten unsere Leser Jan-Henrik Steffenhagen und seine Neubokler Jungs auf den vierten Platz gewählt. Zu knapp am Siegerpodest vorbei, fand Heinrich Wulfes, der bei der Gala für die Ehrenamtlichen im Rahmenprogramm mitwirkte und er lud die Jungs als Sonderpreis zu sich ein.
Vergangenen Freitag war es dann soweit: Elf junge Männer aus Neubokel rückten bei Wulfes in Neudorf-Platendorf an und der hatte bereits einiges vorbereitet. Gestartet wurde mit einer rustikalen Grillfete in der großen Scheune. Danach lud der Doc, der nicht nur Sänger, sondern auch Oldtimerhändler, Sachverständiger für historische Fahrzeuge, Torfbauer, Hotelier, Reiseleiter und Hobbypilot ist, die Jungen zum Rundgang durch seine Fahrzeugsammlung ein. Vom Straßenkreuzer, den TV-Ekel J.R. Ewing gefahren hatte bis zum Doppelstöckerbus, mit dem Hippies einst bis nach Nepal geschaukelt waren, reichte das Spektrum. Zur Riesengaudi wurde eine gemeinsame Sause in einem zur Micky Maus hergerichteten amerikanischen Schulbus. Ausgiebig begutachtet wurde auch der Ultra-Leichtflieger, Wulfes Dienstfahrzeug in der Luft.
Wie bekommt er die Oldtimer aus allen Ecken der Welt nach Neudorf-Platendorf transportiert? Und brauchen die Autos eine Umweltplakette? Diese und viele weitere Fragen musste der Doc beantworten. Staunend erfuhr die Runde, dass einer der Busse sogar schwimmen kann und ein nobel ausgestatteter Bentley dem Thronfolger des ägyptischen Königs gehörte.
Zum Finale stieg Wulfes dann auf die Ladefläche eines alten amerikanischen Feuerwehrautos und gab ein Exklusivkonzert für die Neubokler Jungs. Still wurde es, als er zwischen den Songs Begebenheiten aus dem Leben seines Idols Johnny Cash erzählte. Während der letzten Lebensjahre der Country-Legende hatte Wulfes immer wieder Kontakt zu Cashs Familie gehabt. Die hatte dem Platendorfer dann auch einige von Cashs charakteristischen schwarzen Hemden geschenkt.
"Das war ein toller Abend"; schwärmte Jan-Henrik Steffenhagen am Ende. "Man fühlte sich wie der Sieger der Wahl. Und es war toll, dass ich meine Freunde mitbringen durfte. Für uns war dies das absolute Highlight des Jahres."

 

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